Qualifizierungsverfahren Kokerei Hassel
Das Qualifizierungsverfahren, zu dem vier Entwürfe eingereicht wurden, war von einer Empfehlungskommission bestehend aus Vertretern der Stadt Gelsenkirchen,
Mitgliedern des Gestaltungsbeirates, der BP Gelsenkirchen GmbH und der RAG Montan Immobilien sowie Vertretern der Bezirksvertretung Nord und des Rates der Stadt Gelsenkirchen bewertet worden. Im Rahmen einer im Sommer 2010 durchgeführten öffentlichen Informationsveranstaltung zur Zukunft des Kokereigeländes wurden bereits vielfältige Anregungen zur künftigen Gestaltung des Kokereigeländes zusammengetragen.
Die Anregungen und Ideen der Bürger fanden wie die Überlegungen aus dem Interkommunalen Integrierten Handlungskonzept Gelsenkirchen-Hassel und Herten-Westerholt/Bertlich (IIHK) und der Bewerbung zur InnovationCity Ruhr Berücksichtigung in den Entwürfen.
Teilnehmer
Folgende Büros haben Entwürfe eingereicht:
Büro Drecker, Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Bottrop
Landschaft + Siedlung, Recklinghausen
Lohrberg stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart
Atelier Loidl, Berlin
Ergebnis
Ein wichtiger Meilenstein für die Neuentwicklung der Kokerei Hassel ist nun erreicht:
Sieger des Qualifizierungsverfahrens für die Konzeptentwicklung zur künftigen Nutzung des rund 35 Hektar großen Geländes ist das Architekturbüro Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur aus Stuttgart. Das hat die Bewertungskommision unter Vorsitz von Prof. Christa Reicher, TU Dortmund, entschieden. Die Stadt Gelsenkirchen und RAG Montan Immobilien GmbH planen gemeinsam mit BP Gelsenkirchen GmbH auf dem Areal einen Stadtteilpark mit ökologisch hochwertiger Freiflächenentwicklung. Im Süden des Geländes ist außerdem auf einer Fläche von etwa fünf Hektar Wohnbebauung projektiert.
Zum Siegerentwurf
Der Siegerentwurf des Büro Lohbergteilt das Areal der 1999 stillgelegten Kokerei Hassel in einen nördlichen Teil, welcher schwerpunktmäßig Freizeitaktivitäten dienen, und in einen südlichen Bereich, der für eine Biomasse-Kurzumtriebsplantage genutzt werden soll. Entlang einer übergeordneten Trasse werden unterschiedliche markante Landschaftsbausteine aneinandergereiht: ein Olymp als zentrales Hügelbauwerk, ein See, welchem zugleich eine Rückhaltefunktion für das Niederschlagswasser zukommt, und eine Wiese, die zum Spielen und Verweilen einlädt. Ein sogenannter "grüner Schleier" bildet die Verbindung zwischen dem geplanten Wohngebiet und der Parklandschaft. Der neue Stadtteilpark wird mit der umgebenden Siedlungsstruktur ein harmonisches Gesamtgefüge bilden und sich aus ökologischer und sozialer Sicht positiv auf den Stadtteil Hassel auswirken.
Stand des Verfahrens:
Zurzeit wird der Diegerentwurf des Büros Lohrberg überarbeitet. Neben der Abstimmung mit dem bergrechtlichen Sanierungsverfahren wird der Plan in seinen Aussagen zu möglichen Nutzungen detailliert.
Die Vorstellung der überarbeiteten Pläne in der Öffentlichkeit ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen.
Informationen zur städtebaulichen Planung und zum Wettbewerbsverfahren
erteilt Ihnen im Referat Stadtplanung:
Herr Neukirchen
Rathaus Buer, Zimmer 304
Telefon (0209) 169-4398
E-Mail uwe.neukirchen@gelsenkirchen.de
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