Laarmannshof
Ausgangslage
Im Stadtteil Feldmark ist der Neubau einer 3-gruppigen Kindertagesstätte notwendig. Dieser Neubau soll auf dem Grundstück des derzeitigen Kindergartens "Laarmannshof" umgesetzt werden. Derzeit befindet sich auf dem Wettbewerbsgrundstück noch das Gebäude des alten baufälligen Kindergartens, der im Rahmen der Neubaumaßnahme abgerissen werden muss. Als Übergangslösung sind die Kindergartengruppen bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens in das benachbarte Gemeindehaus umgelagert.
Bei dem Standort "Am Laarmannshof" handelt es sich um einen gewachsenen Bereich. Die Integration des Gebäudes in die Umgebung spielt deshalb eine wichtige Rolle. Erbaut werden soll ein barrierefrei zugänglicher Neubau. Als gesamtes Wettbewerbsareal steht eine Fläche von insgesamt ca. 2.374 m² zur Verfügung. Teilweise ist zu erhaltender Baumbestand bei der Planung zu berücksichtigten. Auf der Fläche südlich des Gebäudes der evangelischen Kreuzkirche ist die Erstellung der Außenspielfläche der Einrichtung vorgesehen.
Die Planung des Kindergartens sollte möglichst platzsparend erfolgen, und die Qualität der Architektur sollte im Umgang mit ökologischen Aspekten beispielgebend sein.
Teilnehmer
Folgende Büros wurden von der Stadt Gelsenkirchen zur Teilnahme ausgewählt und aufgefordert, Entwürfe für eine Kindertageseinrichtung einzureichen:
Böttger Architekten, Köln
Bock + Partner, Coesfeld
Christfreund und Mihsler, Gelsenkirchen
Dietz von Guionneau, Marl
Feja + Kemper Architekten, Recklinghausen
Güldenberg Architektur, Gelsenkirchen
Preisträger
Das Preisgericht hat in seiner Sitzung am 12.09.2008 drei Preise vergeben.
Informationen zur städtebaulichen Planung und zum Wettbewerbsverfahren
erteilt Ihnen im Referat Stadtplanung:
Frau Staub
Rathaus Buer, Zimmer 315
Telefon (0209) 169-4724
E-Mail annette.staub@gelsenkirchen.de
Informationen zu hochbaulichen Fragestellungen
erteilt Ihnen im Referat Zentrales Immobilienmanagement
Herr Herrmann
Rathaus Buer, Zimmer 237
Telefon (0209) 169-4537
E-Mail bjoern.herrmann@gelsenkirchen.de
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![]() Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes: Die Verfasser schlagen zwei durch einen verglasten Eingangsbereich verbundene Baukörper vor, die durch ihre gewinkelte Anordnung die vorhandenen städtebaulichen Linien aufnehmen. Die Pultdächer heben die besondere Stellung der geplanten Kita in der vorhandenen Altbebauung vor. Durch die zentral gelegene Zuwegung wird das Gebäude optimal erschlossen. Die Gruppeneinheiten sind funktional und gestalterisch gelungen. Besonders hervorzuheben ist das Farbkonzept, das im Inneren und Äußeren ablesbar ist und einen großen Identifikationswert schafft. Die übrigen Funktionsräume sind in der Erdgeschossebene eines Baukörpers zusammengefasst und multifunktional nutzbar. Die eingeschossige Anbindung an das vorhandene Gemeindehaus ist vor dem Hintergrund der Zufahrtsmöglichkeit zur Wartung des Außenbereichs zu überprüfen. |
![]() Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes: Der Entwurf nimmt die Bauflucht der Pothmannstraße auf. Auf die unterschiedliche umgebende Bebauung antwortet der Entwurf mit verschiedenen Elementen, die insgesamt gut zueinander proportioniert sind, auch in Hinblick auf die Materialien Glas/Ziegel. Das Gebäude leidet aber unter der Vielfalt der unterschiedlichen Glasfassaden und Fensterformaten. Durch unterschiedliche Gebäudeteile schafft der Entwurf im Eckbereich der Straßen Pothmannstraße / Laarmannshof eine gute Eingangssituation. Die Vielfalt der formal gut durchgearbeiteten Baukörper suggeriert allerdings eine aufwändigere Funktion als die hier geforderte einer Kita. Die Baukörperstruktur ist kostenaufwändig, nicht nur in der Erstellung, sondern auch in der Unterhaltung. Anders als die äußere Erschließung ist die innere Erschließung sehr kompakt und die Flächen nur auf das Notwendigste beschränkt. Einzig die Eingangshalle als gleichzeitiger Durchgang zum Außenbereich ist positiv zu erwähnen. |
![]() Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichtes: Der Entwurf erfüllt insgesamt alle funktionalen Anforderungen. Das gilt für die Zuordnung der Gruppen sowie der zentralen Funktionsbereiche (Küche, Multifunktion). Der kompakte Hauptbaukörper mit dem vorgelagerten eingeschossigen Gebäudeteil für Nebenräume bietet eine hohe Wirtschaftlichkeit sowohl durch die kompakte Bauweise als auch konstruktiv. Städtebauliche Anforderungen an eine qualitätvolle Integration ins Umfeld werden jedoch nur unzureichend erfüllt. Insbesondere die Ausgestaltung des Eingangsbereiches in der Kreuzung Laarmannshof / Pothmannstraße überzeugt weder architektonisch noch städtebaulich (unschlüssig). Auch der vorgelagerte eingeschossige Baukörper stellt eine unbefriedigende Begrenzung des öffentlichen Straßenraumes dar. |

Stadtplanung in Gelsenkirchen
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